Herzlich willkommen
        beim SC 1892 Kaufbeuren e. V.

   
Termine
28.05.202215:00 UhrA-Klasse Südschwaben - 5. Runde
  SC Dietmannsried II : SC 1892 Kaufbeuren II
Dietmannsried, Feuerwehrhaus, Am Inselweiher 1
29.05.202210:00 UhrSchwabenliga I - 7. Runde
  SK Mering : SC 1892 Kaufbeuren I
19.06.202210:00 UhrSchwabenliga I - 5 Runde
  SK Marktoberdorf : SC 1892 Kaufbeuren I
25.06.2022 Mitgliederversammlung
Neuigkeiten
06.05.2022   Aus Pandemias Poesiealbum
Wiewohl auch in gegenwärtiger Zeit Gespräche in Festzelten durchaus üblich und auch möglich sind, werden sie doch mehr als
früher durch elektronische Blasmusikbeats im Hintergrund bisweilen in ihrer Aussage beeinträchtigt. Diese Erfahrung machte auch
eine Gesellschaftsreporterin einer beim entsprechenden Klientel durchaus nicht ganz unbliebten Zeitschrift oder sagen wir wie es
ist, einem Quatschblatt, das sich mit den Ausdünstungen der sogenannten Prominenz, auch außerhalb des hochgeschätzten
Adels und seiner Ableger, beschäftigt. Sei es wie es wölle, auf alle Fälle benötigen auch deren Leser eine ausreichende Menge
Lesefutter für ihre Prominentenhirnschublade und so nützte die Schreibfrau Viktors Anwesenheit im Festzelt um näher heranzurücken
und ihm, dem als Dichter höchstens Randprominenten, etwas Belangloses zu entlocken, um damit die Zeilen der Quatschillustrierten
zu füllen. Ja und was frägt man jetzt einen der ausschaut und daherkommt wie Viktor.N.? Na klaro, die Dame sitzt ja nur
gezwungenermaßen sozusagen geschäftsmäßig bei ihm, also wird natürlich die erste Frage richtig einfühlsam formuliert, wie zum
Beispiel hier, ob für ihn in der heutigen Zeit und auch persönlich die Vereinsamung des Einzelnen ein Problem sei. Da leuchteten
Viktors Augen ob des Interesses dieser Dame an seinen persönlichen Angelegenheiten und er begann ihr haarkein darzulegen
wie er im Keller alles nicht nur sortiert sondern auch verschnürt, also Pappe, Papier, Kleidung, Schuhe für die nächste
Vereinssammlung hergerichtet habe, und wenn sie es nicht glaube, könne sie gern mal ihn im Keller besuchen, er würde ihr auch ein
Isoweißbier mit Cafeschuss runterbringen. Welcher Zeilenfüllertext am Ende in der Quatschzeitschrift stand, entzieht sich unserer
Kenntnis. workinprgr
(EG)
28.04.2022   Aus Pandemias Poesiealbum
Dass der Besuch dieses alterslosen, recht gepflegten Herren in den Räumlichkeiten des Schachclubs kein Zufall war, war eigentlich
von vornherein klar. Seine angenehmen Umgangsformen erfreuten, besonders wie er bat zu entschuldigen, er möge nicht direkt
am Spielbetrieb teilnehmen, sondern die Gastlichkeit der Restauration genießen. Das wurde ihm vom Schachclub gern gewährt
und so orderte er doppelt Kaffee, doppelten Tortengenuss, eine kleine Nudelspeise und spülte alles mit Hochprozentigem aus
dem achsofernen Jamaika runter. Bis dahin also, alles roger, aber als es an das Präsentieren des Geldbeutelinhalts ging und er
stattdessen als Himmelsbotschaft ein Heiligenbildchen darbot, um dann lachend zu entschwinden, fiel es allen, auch denen
die Ihn nur aus der sagenhaften Vorzeit des alten Jahrtausends kannten, wie Schuppen von den Augen: Er war es, Er war es
wirklich, es war die Wiedererscheinung des Leo E. Er hatte also dem Schachclub einen Besuch abgestattet, wahrscheinlich direkt
aus dem Fegefeuer und wir hatten ihn nicht erkannt. Deshalb sein hämisches Lachen. Gut, sein Haar war etwas länger, er war etwas
schmaler geworden, doch wir hätten ihn dessenungeachtet erkennen MÜssen. Deshalb die Wiederholung der Zechprellerei, noch
unbescheidener als damals und schließlich: Das Jesusbildchen. Dies soll euch zum Zeichen sein, wie damals den Hirten. Direkt aus
dem Fegefeuer. Ergriffen erkannten wir und gingen unsere schlichten Gedanken ausbreitend unser Wege. Ruhe in Frieden, Leo.
Fege weiter, wenn`s diesmal was hilft.
Aha, Sie sind sicher die neue Sortierungsbeauftragte im Müllnetzwerk der Redaktion? Dachte ich mir gleich, herzenstlich
willkommen, sagen wir da mal. Sehr verantwortliche Aufgabe, aber für Sie sicher ein Kinkerlitzchen. Ah, interessant, eine
neue Berufsbezeichnung. War schwer nötig, um der Bedeutung dieser Tätigkeit endlich gerecht zu werden. Wie?
Content Creatorin - ahh.....stark - aber angemessen.
Wie achtlos die Leute ihre Pfannkuchen oder ihre panierten Camemberträder immer wieder anbrennen ließen, nein, nicht dass es
um letztere schade gewesen wäre, aber Ihnen war anscheinend überhaupt nicht klar, dass sie mit dieser Achtlosigkeit mindestens
ein Element in seiner Ursprünglichkeit wiederherstellten und damit tief in die Geschichte des Universiums eintauchten. Ja, Viktor
nickte betroffen, seine Küche war auch so eine Sternenstaubbrutkammer. Der Referent oder Referendar - so genau hatte er das
jetzt auch nicht verstanden- ließ vor dem geistigen Auge des Publikums eine Geburtszentrale des frühen Universiums entstehen,
in dem zwei befreundete Heliumatome zu einem jungfröhlichen Berylliumatom verschmolzen, das aber kaum
dazukam seine jugendliche Energie loszuwerden, weil nämlich völlig ungefragt, in der nämlichen Mikrosekunde ein weiteres
Heliumatom sich beigesellte und so, nuuur so entstanden alle angebrannten Panadebrösel im Universium, um sie nicht
Kohlenstoffatome nennen zu müssen, beendete der Vorreder seine Ausführungen und ließ das Publikum -mit diesem unbeholfenen
Schluss - mit unfertigem Gedankenwerk zurück. Nicht so Viktor. Er beeilte sich, den Referendar am Ausgang neben dem
Signierbücherstapel abzufangen und das Gespräch auf ein in den Tiefen seiner Kühltruhe vorpaniertes Wiener Schnitzel zu lenken,
wobei er, Interesse heuchelnd, sich leicht an den Signierturm lehnte......aber das ist eine andere Geschich ttttt tttt ttt tt t.....

Drüben hinterm Dorfe
Steht ein Leiermann
Und mit starren Fingern
Dreht er was er kann

Barfuß auf dem Eise
Wankt er hin und her
Und sein kleiner Teller
Bleibt ihm immer leer

Keiner mag ihn hören
Keiner sieht ihn an
Und die Hunde knurren
Um den alten Mann

Und er läßt es gehen
Alles wie es will
Dreht, und seine Leier
Steht ihm nimmer still

Wunderlicher Alter!
Soll ich mit dir geh'n?
Willst zu meinen Liedern
Deine Leier dreh'n? (Wilhelm Müller)

Jetzt kommen Sie mal her. Das ist also der erste Eintrag in unserem berühmten Poesiealbum, dem elegantesten Erzeugnis
unseres Verlagshauses, den Sie zu verantworten haben. Und schon hier, im ersten Text langweilen Sie die Leier, ähh
Leser mit extrem hohem Gähnfaktor. Das ist doch alter Wein in jungen Schläuchen, was Sie hier präsentieren. Was soll da
noooch folgen? Am besten Sie schminken sich erstmal Ihre modernistische Angeberberufsbezeichnung ab und nennen sich
wie die anderen entweder Schreiberling, Lohndichter oder meinetwegen Leierfrau. Abfahrt.

Mit herzenstlichen Grüßen verbleibt
(EG)
24.04.2022   Aus Pandemias Poesiealbum
Sonderausgabe wegen besonderer Umstände: Leo E. zu Ostern eventuell wieder auferstanden!
Näheres zeitnah in Ihrem Poesiealbum. Bleiben Sie dran.
(EG)
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