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Neuigkeiten
19.10.2021   Aus Pandemias Poesiealbum Zugabe Extra
Du bist ein Schatten am Tage

Du bist ein Schatten am Tage
Und in der Nacht ein Licht;
Du lebst in meiner Klage
Und stirbst im Herzen nicht.

Wo ich mein Zelt aufschlage,
Da wohnst du bei mir dicht;
Du bist mein Schatten am Tage
Und in der Nacht mein Licht.

Wo ich auch nach dir frage,
Find' ich von dir Bericht,
Du lebst in meiner Klage
Und stirbst im Herzen nicht.

Du bist ein Schatten am Tage,
Doch in der Nacht ein Licht;
Du lebst in meiner Klage
Und stirbst im Herzen nicht. (Friedrich Rückert)

Mit wohligem Erschauern verbleibt grüßend
(EG)
14.10.2021   Aus Pandemias Poesiealbum Zugabe
Schach, Schach, Schach hallte es durch Edelgastronom Lamperts Restauration, während Nelly, die dralle Wirtin die neuen
Gäste umarmte und Hans, der wuselige Wirt, die Weizengläser im Spülwasser verunreinigte und der Leberkässoße mit
demselben den letzten Schliff verpasste. Doch wer übertönte mit seinen Rufen sogar den dampfigen Küchenmief, die Musikbox
und den tobenden Stadtpöbel? Aha, der wirre Flitsch* und Försters* Omil waren wieder mal im Schachrausch. Jetzt konnte
man die Zeitnahme auslösen bis zum ersten Plusquamperfekt des Nachmittags: WoWar ich gewesen?- Da, da, nein hier
und zittrige, ungeduldige Hände irrten übers Brett, stießen Figuren um und fingerten herum, dass es eine Wonne war.
Wenn der Hans Ranwald* sich bloß heute nicht zu seiner angemessenen mittelschweren Beleidigung, Sie Volldepp hinreißen
lässt, sonst fehlt er der Mannschaft nächsten Sonntag schon wieder. Und von der Strafbank aus hat man noch kein Spiel gewonnen,
das wusste schon Startrainer Tom Coolen. Leider hatte Lutenend S. von der Kripo seine Abfüllung heute woanders geplant.
Schade, entfuhr es Privatdozent Stempelmann, mit dem Bierglas sich zuprostend, früher war im Schachclub einfach mehr los.
Jetzt, wo die ersten frischen Mandarinchen wieder die Obstauslagen erobern, erinnert man sich gern an ihre Namensvetterinnen.
Wie ein kleiner Schwarm Heuschrecken waren die sieben Halbschwestern in Frankreich eingefallen. Das jüngste Mandarinchen,
Maria Mancini, verguckte sich in den Granatenblödmann Ludwig, der später König werden sollte, obwohl er kaum bis vierzehn
zählen konnte. Jetzt kurz mal eine Atempause, ein Gaul geht gerade in der Redaktion durch, oder hießen sie Mazarinchen?
Äh..peinlich, natürlich, es waren ja die Nichten von Kardinal Mazarin, der vom gemeinsamen Gemach aus mit Ludwigs Witwenmutter
die französischen Staatsgeschäfte lenkte und mit Hilfe seiner Nichten den männlichen Adelsnachwuchs etwas aufmischen wollte.
Oder suchte er bloß gute Partien für sie? Mag sein. Jedenfalls waren die Schwestern beim Volk nicht beliebt, sie hätten die Augen
einer Eule, Augenbrauen wie eine verdammte Seele und den Teint eines Schornsteins höhnte der Volksmund. Puh. Ludwig,der
Knallkasper, bekam wegen ihrerseits defizitärer Adelshöhe auf alle Fälle keine von ihnen. Weder Maria, noch Laura oder Hortensia.
Zumindest nicht als offizielle Ehefrau, kicher kicher. Olympia schaffte es in eine Nebenlinie des Hauses Savoyen einzuheiraten
und vernachlässigte ihr Kind so gründlich, dass es Österreichs erfolgreichster Feldherr wurde, der Prinz Eugen. Und jetzt haben
sie zumindest ein paar von ihnen vernommen. What? Isser irre? Not, keinesfalls, Meinungen sind selbstverständlich gemeint.
Denn diese tiefe Wahrheit hat uns Jules Mazarin, der Onkel der Mandarinchen, hinterlassen: Mit Meinungen regiert man die Welt.
Und alle Redakteusen und -re von Pandemias Blob haben beständig Gas gegeben** und sich mit voller Kraft stets bemüht sie
zu beherzigen. Das ist auch der tiefere Grund dafür, dass Pandemias Poesiealbum diese unvorhersehbar große Bedeutung
auf dem glatten, internationalen Schachparkett erlangt hat. Ohne dabei jemals auszurutschen, wie der Vorstand der Restholding
mit stolzgeschwellter Brust und Anerkennung, aber voller Wehmut in der Stimme gegenüber den zwei diversen verbliebenen
Redaktierenden bemerkte. Geht jetzt jemand in den Keller und schaut in der Rumpelecke nach, ob da noch ein paar
vergammelte Gedichtszettel leserlich sind? Sehr wohl, Herr Vorstand. Irgendeinen Schmarren werden Sie schon finden.
Vielleicht auch im Müll. Wurscht was. Na gut, dann freie Auswahl.

Hat der Dompfaff schon geschlagen
Wie auch an den and'ren Tagen?
Hat er vielleicht leicht gehustet
Und das Windlicht ausgepustet?
Keiner kennt ihn
Niemand weiß es
Dann besorg ich mir
Was Heißes.

Lodert in Dir noch die Lunte der Leidenschaft?
Schürfst Du nach Gold noch im Bergwerk des Lebens?
Oder fliehst Du nach Bhutan
Nach Gasquell zu suchen.
Die dunkle
Seite
Erleuchten.

*Namen aus Piätätsgründen verändert
**Früher brauchte man dazu ein Fußpedal oder einen Hebel

Mit hell erleuchtetem Gruß
(EG)
11.10.2021   Aus Pandemias Poesiealbum Zugabe Extra
Time, time time, see what's become of me
While I looked around for my possibilities
I was so hard to please
Don't look around
The leaves are brown
And the sky is a hazy shade of winter
Hear the Salvation Army band
Down by the riverside's, there's bound to be a better ride
Than what you've got planned
Carry your cup in your hand
And look around
Leaves are brown, now
And the sky is a hazy shade of winter
Hang on to your hopes, my friend
That's an easy thing to say
But if your hopes should pass away
Simply pretend that you can build them again... (Simon und Karfunkelstein)

Ja gut, er war damals wirklich zum Nabel der Welt geflogen. Mit Doktor Suppe und seiner Frau Pelenope, der falsch blondierten
Griechin. Es ging schon damit los, dass Dr. Suppes Ranzen kaum zwischen die Sitzreihen passte. Und eine halbe Stunde
Startverzögerung ergab sich aus der Notwendigkeit, aus einem Jumboflieger eine körpermittenumfangsentsprechende
Sitzgurtverlängerung zu beschaffen. Sonst war alles gut, jetzt mussten nur noch die beiden mit Funksendern ausgestatteten
Turteltäubchen von den Ant- und Arktisexpetionsteams gleichzeitig am Nord- und Südpol aus ihren Käfigchen entlassen
werden und sie drei, Viktor und Dr. Suppe mit Frau Griechin, die Täubchen am angenommenen Nabel der Welt erwarten - in
Delphi, wo sonst, das wussten doch schon die alten Griechen. Naja, da standen sie also am Nabel der Welt und suchten
den Himmel mit ihren Fernrohren ab, einen Tag, zwei, drei, aber außer Fehlelstern war nichts zu sehen. Das Ergebnis der
Funkpeilungen der Täubchen ergab für das Nordtäubchen einen Aufenhalt auf einem Schoner in der Hudsonbay und das
Südtäubchen ruhte still am Kap der guten Hoffnung. Als also der offensichtliche Misserfolg Dr. Suppes Theorie des Weltnabels
zu beweisen im Raum zu stehen begann, und auch die Theorie schon fast anfing zu wanken, meinte Dr.Suppe gleichwohl
bereit zur Uneinsichtigkeit: Eventuell könnten wir versuchen, wie damals Zeus, doch unter Umgehung des Artenschutzes
zwei Adler zu bekommen, um den Versuch mit ihnen zu wiederholen. Da ließ sich V. Nachlass dann doch einmal zu einer
unpassenden Bemerkung hinreißen, die er anschließend sofot tief bereute, aber rausgerutscht war rausgerutscht: Seien Sie
doch froh Herr Dr. Dr. Suppee, wenn sie beim nächste Flug überhaupt noch eine Gurtverlängerung kriegen. Hopefully.
Soweit die Aussage von Frau Dr. Pelenope Griechin vor dem Untersuchungsrichter in Patras.

Mit kurzwelligen...ähh -weiligen Grüßen
(EG)
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