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Herzlich willkommen
        beim SC 1892 Kaufbeuren e. V.

   
Termine
05.06.202618:00 UhrVereinsabend
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12.06.202618:00 UhrVereinsabend
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19.06.202618:00 UhrVereinsabend
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26.06.202619:00 UhrBlitzschach-Vereinsmeisterschaft
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Neuigkeiten
17.05.2026   Stille Züge zwischen den Zeiten
Chef, wenn man, also ich, ein ß im Passwort verwende, also zum Behufe Paßwort als Passwort nehme, verstosse oder verstoße ich damit
gegen unseren, zur unserer Kontrolle selbstverfassten oder verfaßten Rechtschreibverhaltenskodex: Wir wollen sein ein einig Volk von
textverfassenden oder textverfaßten Schwesstern oder Schweßtern oder gar Brüders....
Machen Sie einfach, wer überhaupt in unser Firma nur einen Stifft in die Hand nimmt hat immer recht..., jedenfalls solange ich meine Meinung
nich zur Dissposition stelle, unterstreichen Sie Schwäster Karin, äh.
Eine Saison als SC Kaufbeuren I in der Schwabenliga I durchzuspielen, die Namen der Spieler und der Gegnerschaft aufzuzählen, die erreichten
Partiegewinne aufzuaddieren und die Zahl der Mannschaftspunkte zum Ende bekanntzugeben das ist die Pflicht des Chronistenschreiberlings.
Und der gibt bekannt: 10:4 Punkte erzielt durch 4 Mannschaftssiege, 2 Remis und einen Verlust gegen SF Augsburg. Damit erreichte die 1. des
Schachclubs den Vizemeistertitel.
Doch was besagen Titel und diese nackten Zahlen über die Dramen, die sich in den Hirnen und Herzen und auf den Brettern der Spieler ereignen?
Nichts, nichts und wieder nichts, echte Eindrücke bietet nur die Liveübertragung. Bitte, steht die Schalte? Wo sind wir?
Ich melde mich hier ( Knacksgeräusche) live aus der Spielhalle der Königlichen, nein nicht aus Madrid sondern aus Königsbrunn. Und vor
Spielbeginn gibt es schon die erste Überraschung, Hans Fischer fehlt, das 1.Brett bei den Kaufbeurern bleibt leer und der erste Punkt geht an die
Königlichen. Ein Tiefschlag. Wird Kaufbeuren sich von diesem Schock erholen? Die restlichen Figurenschieber kommen immerhin einigermaßen
aus den Startlöchern, Eröffnungsfehler hin oder her. Roland an Brett 2 steht mit Schwarz etwas defensiv, wird er eine Haltestellung einnehmen
können? Gunther hat einen typisch zerfledderten geschlossenen Sizilianer, Markus schiebt seinen Gegner mit den weißen Steinen auf die
Grundreihe zurück, schaut guuut aus. Und hinten? Ben versucht im Carokann die weiße Stellung auszutrocken, groß oder klein oder gar nicht
rochieren?, ob das gut geht? Roland II auf Brett 7 mit b3 im Angriffsmodus und Edi G. steht schon wieder mit seinem Sizi hinten drin. Und Stefan
an Brett 4? Huch! Eine Figurenspende des Gegners, das könnte etwas werden. Aha, jetzt merkt es Roland II, b3 geht gern nach hinten los, also
schnell Remis anbieten. Und Edi? Nimmt von allen guten Geistern verlassen den falschen Läufer aus der Stellung, jetzt schnell das Remisangebot
annehmen. Immerhin, nach einer Stunde Spielzeit hat Kaufbeuren den Königlichen schon zwei halbe Punkte abgetrotzt.
Aha, Stefan behandelt die Stellung souverän und schiebt die Partie mit Mehrfigur sicher nach Hause. Der 2.Punkt! Aber der Rest? Roland I steht
immer noch ohne Perspektive hintendrin, Gunters Figuren versuchen den Gegner auszudribbeln, aber wohin wollen sie? Das wird niemals mehr
als Remis. Und Markus? Die Dame seines Gegners ist nach a3 eingedrungen! Von seiner vormaligen Glanzstellung ist nur noch eine Ruine übrig.
Mit Glück wird`s vielleicht Remis. Liebe Zuhörer, jetzt ganz ruhig, Spielstand? Wenn Markus Remis hält haben wir 3 Punkte, doch wer soll den
4. Punkt zum Mannschaftsremis holen? Roland sicher nicht, Gunther und Markus sicher auch nicht, alle Hoffnung ruhen jetzt auf " Benjamin"
Ben. Puh, zwei Figuren hat er immer noch nicht entwickelt, der h- Bauer des Gegners will zur neuen Dame werden, aber Ben hat einen
kampfstarken König. Der hält den Laden erst mal zusammen und jetzt kriechen endlich der Turm und das Pferd aus den Löchern. Aber das soll
ein Sieg werden? Ok, Gunther und Markus haben Remis, jetzt haben wir also 3 Punkte, Roland dringt mit der Dame noch in in die weiße Stellung
ein, das ist aber nur noch ein Schlussstrampler. Es bleibt bei 3 Punkten, die Königlichen haben schon 4, jetzt hift nur noch Beten. Spannung pur.
Holla, Bens Gegner hätte seine Bauern wirklich geschickter in Marsch setzen können, jetzt hat unser Benjamin wieder eine Chance! Jawoll, Ben
schiebt seinen eigenen Zentralbauern durch, jetzt Daumen drücken.....Noch ein paar geschickte Springer und Königszüge, der Gegner gibt auf!
Aus ...aus.. das Spiel ist aus! Ben gewinnt und sichert unserer zahlenmäßig unterlegenen Truppe einen wertvollen Auswärtspunkt
bei den Königlichen! So sehen Vizemeister aus!
Eigentlich war es ja ein ganz unwahrscheinlicher Zufall gewesen. Wohin fährt man, wenn man sich mal frischen Wind durch die Gehirnzellen
blasen lassen will?, und das braucht man als Dichter ja ab und an, denn wer soll frische Ideen bringen, wenn nicht der eisige nördliche Nordwind?
Und so saß Viktor schon einige Stunden, oder waren es Wochen, im schwedischen Lappenexpress, döste, las oder zählte die grasenden
Elche, die der Zugführer sanft vom Gleisbett zur Seite schob. Irgendwann gelangweilt, begann er ein Gespräch mit dem gegenübersitzenden
Ersatzschaffner, das nach jeder Haltestelle durch einsteigende Fahrgäste unterbrochen wurde, die pflichtbewusst bei seinem Gegenüber
die Fahrkarten entwerten ließen. Nachdem sich das Gespräch zunächst um belanglose Themen wie Elchbullen, Viktors phrygische Kappe und
den Geschmack von Jahrgangssprotten gedreht hatte, landete man beim Musikgeschmack. Viktors Gegenüber erwies sich als profunder
Kenner der klassischen Musik, schwärmte von diesem oder jenem Komponisten und erzählte stolz, dass er, oder besser sein Urgroßvater
für eine musikalische Uraufführung Ende der Woche ursächlich seinen. Jetzt wurde Viktor hellhörig: Na, lassen sie mal die Katze aus dem Sack.
Er stamme über mehrere Generationen aus einer Dynastie von Eisenbahnern und sein Urgroßvater war im Jahre 1880 für mehrere
Monate als Austauschschaffner bei der Reichsbahn tätig. ...workinprgr
workinprg
(EG)
25.03.2026   Ostereierblitzturnier Freitag 03.04. um 14:00 Uhr BRK Haus
am Karfreitag findet wieder das allseits beliebte Ostereierblitzturnier statt.
Diesmal mit dem Monatsblitzturnier März 2026 zusammengelegt.
Für das leibliche wohl ist auch gesorgt.
Bis bald Gruß M.R.
(MR)
04.01.2026   Stille Züge zwischen den Zeiten
Ok, Sie haben was vorbereitet? Ja Chef. Einmaliges Geschreibsel oder eine Serie? Selbstverständlich eine Serie. Na, lassen Siemal
sehehen.. Unterschätzte Sonntagsküche...eine Reise durch die Mägen der..Ok, hört sich gut an und schmeckt unseren Lesern hoffentlich
dementsprechend...Erstes Titelthema? Bockwurst mit Kraut. Ein Volltreffer, Sammy, genau richtig für unser Qualitätsmedium, Schachspieler
fühlen sich schnell unterfordert und bei sowas wie uninspirierter Sonntagsküche können die richtig eklig werdn. Obwohl, mhm, am Sonntag
sind die eh`nie zu Hause. Fazit, Klasse Geschreibsel, Sammy.
Welche Theorie sich am Ende durchsetzen würde, konnte man damals nicht ahnen. Aber was heißt schon - am Ende oder durchsetzen.
Am Ende hilft die besteTheorie, die erklärt, weswegen es so gekommen ist wie es kam, nicht mehr das Desaster aufzuhalten.
Darüber war sich die Runde, die seit einigen Jahren wöchentlich im Elfenbeinturm des Siebengebirges tagte fast einig. Aber das hinderte
die Beteiligten nicht weiterhin Porzellan zu zerschlagen. Unversöhnlich saßen sich die Verfechter beider gegensätzlicher Theorien gegenüber
und warfen mit Argumenten für ihhhre jeweilige Theorie um sich, unterbrochen nur durch lautes Nachschenken des Elfenbeinturmwirts oder
plötzkich den Redefluss unterbrechendes Sektkorkenknallen, wenn einer einen Heiligen mit seiner Meinung zu einem Problem, zum Beispiel den
hl. Augustinus oder Caesar den Eroberer zitiert hatte und dann durch einen Zwischenruf aus der Ecke des Elfenbeinturms darauf
aufmerksam gemacht wurde, dass der Heilige gerade heute Namenstag hätte und dass man doch zu dessen Ehren bei der Argumentation kurz
innehalten möge und Prooost - Tja, der Elfenbeinturm war wie man sieht durchaus auch ein Ort der von Feierlaune sprühte. Und das bei einem,
wie die meisten Unbeteiligen wohl bestätigen mögen, durchaus überwiegend trockenen Thema.
Dass am Ende der Saison 2024/25 wieder mal die Sektkorken knallten, war natürlich kein Zufall. Die 1.Mannschaft hatte die ganze Saison über
kaum einmal Zweifel an ihrer Spielstärke aufkommen lassen und bestätigte souverän die Ligazugehörigkeit. Zwar gingen die Kämpfe gegen den
späteren Absteiger Kriegshaber II und zum Schluss noch gegen Klosterlechfeld verloren, aber die zwei Siege gegen gegen Caissa Augsburg und
Königsbrunn und die drei 4:4 Unentschieden gegen Kempten, Memmingen und Mering sorgten für 7:7 Punkte und den 3.Platz in der
Rangfolge der Schwabenliga 1. Als Aufsteiger setzte sich Kempten klar durch, die mit voller Mannschaftsstärke nur einen Mannschaftspunkt
abgaben und zwar gegen uns. Zu unserem erfolgreichen Team gehörten Gunther H. mit der Spitzenleistung von 5,5 aus 7 Partien, Hans F. (5 aus 7),
Stefan H. (5 aus 7), Roland S., Hans G., Eike G., Edi G., Roland M., Michael W., Steffen G., Markus O., Janine F., Elias H., Zeller B. und Dolezal J.
Wenn man nachzählt waren es wirklich 15 Kaufbeurer Schachstrategen, die jeden Sonntag Vormittag durch Regen, Nebel oder Schneesturm
stapften oder meilenweise Transportmittel nutzten, um sich , teilweise eingeholt von ihrem Schlafbedürfnis nach durchwachter Nacht, jetzt einem
ausgeruhten, blitzgescheiten Gegner mit stahlhartem Blick gegenübersitzen zu sehen, dass sich unsereiner mit seiner fahrigen Spielstärke fast
unter dem Polstersessel verkriechen könnte, wenn es im Spiellokal nicht so fußkalt und zugig wäre und man, trotzend den beeindruckenden
Gegenlichtverhältnissen, nicht mal auf`s Brett blicken müsste oder zumindest sollte. Vielen Dank dafür! Und vielen Dank den 15 Aufrechten!

Das Karussell

Mit einem Dach und seinem Schatten dreht
sich eine kleine Weile der Bestand
von bunten Pferden, alle aus dem Land,
das lange zögert, eh es untergeht.

Zwar manche sind an Wagen angespannt,
doch alle haben Mut in ihren Mienen;
ein böser roter Löwe geht mit ihnen
und dann und wann ein weißer Elefant.

Sogar ein Hirsch ist da, ganz wie im Wald,
nur daß er einen Sattel trägt und drüber
ein kleines blaues Mädchen aufgeschnallt.

Und auf dem Löwen reitet weiß ein Junge
und hält sich mit der kleinen heißen Hand,
dieweil der Löwe Zähne zeigt und Zunge.

Und dann und wann ein weißer Elefant.

Und auf den Pferden kommen sie vorüber,
auch Mädchen, helle, diesem Pferdesprunge
fast schon entwachsen; mitten in dem Schwunge
schauen sie auf, irgend wohin, herüber –

Und dann und wann ein weißer Elefant.

Und das geht hin und eilt sich, daß es endet,
und kreist und dreht sich nur und hat kein Ziel.
Ein Rot, ein Grün, ein Grau vorbeigesendet,
ein kleines kaum begonnenes Profil –.
Und manchesmal ein Lächeln, hergewendet,
ein seliges, das blendet und verschwendet
an dieses atemlose blinde Spiel ... (Reiner Maria Rilke)

Die Stillen Züge zwischen den Zeiten nehmen eine Sonderstellung in der Medienlandschaft ein. Sie sind wie eine Semmel
die der Bäcker bäckt, drei Tage lang aushärten lässt und dann dem Kunden gratis an den Kopf wirft.

Guten Appetit allen Lesern, wünscht Ihr Poesiealbum
(EG)
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